Weiterbildungsordnung

┬ž 5  Organisation der Fort-/Weiterbildung

1)
Zust├Ąndig f├╝r die Organisation und Durchf├╝hrung der Fort-/Weiterbildung, die Anerkennung von Curricula und schmerztherapeutischen Weiterbildungsst├Ątten, das F├╝hren eines weiterbildungsbegleitenden Registers (Weiterbildungsregister) sowie f├╝r  die Bestellung von Pr├╝fern ist die gemeinsame "Pr├╝fungskommission f├╝r Spezielle Schmerzpsychotherapie DGPSF/DGSS/DGS/DMKG". Sie wird von den folgenden Schmerz-Fachgesellschaften eingerichtet:
Deutsche Gesellschaft f├╝r Psychologische Schmerztherapie und -forschung e. V. (DGPSF)
Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e. V. (DGSS)
Deutsche Gesellschaft f├╝r Schmerztherapie e.V. (DGS)
Deutsche Migr├Ąne- und Kopfschmerzgesellschaft  e. V. (DMKG)
Jede der beteiligten Gesellschaften kann ein Mitglied und einen/eine Stellvertreter/in in  die Pr├╝fungskommission mit insgesamt einer Stimme entsenden, die ├╝ber ein Zertifikat nach diesen Richtlinien oder vergleichbare Abschl├╝sse verf├╝gen sollen. Die Mitglieder und Stellvertreter/innen w├Ąhlen eine/n Vorsitzende/n, der/die als weiteres, f├╝nftes stimmberechtigtes Mitglied die Beschl├╝sse der Kommission umsetzt. Kommissionsbeschl├╝sse bed├╝rfen der Mehrheit bei allen f├╝nf Stimmabgaben, die auch schriftlich eingeholt werden k├Ânnen. Die Amtsdauer der Mitglieder und ihrer Vertretung betr├Ągt zwei Jahre, die des/der Vorsitzenden endet mit der Neuwahl eines/r Nachfolgers/in.
Die Pr├╝fungskommission wird sich bem├╝hen, in ihren Beschl├╝ssen und ├änderungsvorschl├Ągen zu den Richtlinien einschl├Ągigen Vorgaben der zust├Ąndigen Kammern zu folgen, ohne damit Verantwortung f├╝r eine vollst├Ąndige Kompatiblit├Ąt zu ├╝bernehmen.

2)
Die f├╝r die Arbeit des f├╝r die Schmerzbehandlung spezialisierten Psychotherapeuten erforderlichen Kenntnisse k├Ânnen nur von Institutionen vermittelt werden, die neben einem qualifizierten, einj├Ąhrigen curricularen Angebot zur Speziellen Schmerzpsychotherapie eine Fort-/Weiterbildung nach diesen Richtlinien gew├Ąhrleisten und sich einer Qualit├Ątspr├╝fung durch die gemeinsame Pr├╝fungskommission unterziehen. Die Anerkennung muss j├Ąhrlich, mindestens drei Monate vor Beginn der ersten curricularen Veranstaltung beantragt werden.

3)
Es sollen enge Kooperationen zwischen der Institution und schmerztherapeutischen Einrichtungen oder Schmerzzentren sowie eine Anbindung an eine wissenschaftliche Institution (z. B. Universit├Ąt) stattfinden, die in den F├Ąchern Klinische bzw. Medizinische Psychologie, Psychosomatik oder Psychotherapie Lehre und Forschung betreiben.

4)
Die kostenpflichtige Anerkennung des Curriculums ist mindesten drei Monate vor Beginn bei der gemeinsamen Pr├╝fungskommission f├╝r Spezielle Schmerzpsychotherapie (DGPSF/DGSS/DGS/DMKG)  zu beantragen.

5)
Ein Wechsel zwischen den Curricula verschiedener Institutionen ist nur nach Genehmigung durch die Pr├╝fungskommission m├Âglich.

6)
Die Zulassung zur Fort-/Weiterbildung setzt den Nachweis einer psychologischen bzw. fach├Ąrztlichen Psychotherapieausbildung voraus; vgl. ┬ž1(3).

7)
Die notwendigen praktischen Kenntnisse k├Ânnen nur in Einrichtungen erworben werden, die in die Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen einbezogen sind und diesen Richtlinien entsprechen. In den Institutionen m├╝ssen von den Fachgesellschaften anerkannte ├Ąrztliche oder psychologische Psychotherapeuten mit dem Zertifikat ÔÇ×spezielle Schmerz-PsychotherapieÔÇť mitarbeiten. Ausnahmen k├Ânnen von der Pr├╝fungskommission genehmigt werden.