DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR PSYCHOLOGISCHE SCHMERZTHERAPIE UND -FORSCHUNG E.V.

Abschluss

§ 6  Bestätigung erfolgreicher Fort- /Weiterbildung

Der erfolgreiche Abschluss der Weiter-/Fortbildung in spezieller Schmerzpsychotherapie wird durch das Zertifikat bescheinigt, wenn folgende Bedingungen erfüllt werden:

1) 
Nachweis über den Abschluss der Psychotherapieausbildung entsprechend §1(3).

2)
Nachweis über die Teilnahme an Lehrveranstaltungen eines nach diesen Richtlinien von der Prüfungskommission vorab akkreditierten und regelgerecht durchgeführten Curriculums zur Speziellen Schmerzpsychotherapie in einem Umfang von mindestens 80 Unterrichtsstunden. 

3)
Dokumentation von zehn supervidierten klinisch-psychologischen Fällen mit Schmerz als Behandlungsschwerpunkt (von denen zwei Fälle ausschließlich Diagnostik betreffen können). Maximal drei Fallbeschreibungen können ersetzt werden durch die Dokumentation von drei Gruppenbehandlungen.

4) 
Nachweis über die regelmäßige Mitarbeit in einer interdisziplinären Schmerzkonferenz über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren mit einer Frequenz von durchschnittlich zehn Schmerzkonferenzen pro Jahr sowie über die mindestens halbjährige Mitarbeit in oder die zweijährige enge Kooperation mit einer schmerztherapeutischen Einrichtung.

5) 
Nachweis über mindestens 25 Stunden Einzelsupervision im Rahmen klinisch-psychologischer Tätigkeit mit Schmerzpatienten. Bei Gruppensupervision wird nur der auf die Einzelperson angefallene Zeitaufwand berücksichtigt. Supervisoren müssen im Rahmen der jeweiligen Richtlinien zum Psychologischen Psychotherapeuten oder ärztlichen Psychotherapeuten anerkannt sein, über schmerztherapeutische Erfahrung verfügen und von der "Prüfungskommission für Spezielle Schmerzpsychotherapie DGPSF/DGSS/DGS/DMKG" bestätigt werden.

6)
Nachweis über die Einzahlung der Begutachtungs- und Prüfungsgebühren.

7) 
Teilnahme an einem Prüfungskolloquium, das sich auf die eigene praktische schmerztherapeutische Arbeit und deren wissenschaftliche Begründung konzentriert. Bei nicht ausreichender fachlicher Qualität können den Bewerbern Auflagen erteilt werden (z.B. Fallkorrekturen, Einreichen neuer Fälle). 

8)
Mit dem Erhalt des Abschlusszertifikats „Spezielle Schmerzpsychotherapie“ verpflichtet sich die Person dazu,
regelmäßig interdisziplinäre Schmerzkonferenzen/Schmerzkolloquien durchschnittlich zehnmal pro Jahr zu besuchen, 
sich zusätzlich zur Teilnahme an Schmerzkonferenzen auch weiterhin interdisziplinär in einem Umfang von mindestens 30 Stunden pro Jahr einschlägig fortzubilden 
praktisch-klinische Tätigkeit in der Versorgung von Schmerzpatienten auszuführen und sich hierbei einer fortlaufenden standardisierten Dokumentation zu bedienen.
9) 
Die Gültigkeit des Zertifikats muss spätestens nach Ablauf von vier Jahren unter Nachweis der in § 6, Ziffer 8 genannten Bedingungen durch die gemeinsame Prüfungskommission erneut bestätigt werden.
10)
Gegen Entscheidungen der Prüfungskommission kann innerhalb von vier Wochen nach Zustellung eines schriftlichen Bescheids schriftlicher Widerspruch eingelegt werden. Kommt es zu keiner Einigung, sind die Beschwerdeführer an ihre Kammer zu verweisen.