Wissenschafts- und Posterpreise auf der DGPSF-Jahrestagung 2013 verliehen

Auf der diesjährigen Jahrestagung der DGPSF wurden zwei Wissenschaftspreise verliehen. Prämiert wurden wissenschaftliche Leistungen aus der Schmerzpsychotherapie oder der Grundlagenforschung, die wesentlich zum Verständnis psychologischer Schmerzmechanismen akuter und chronischer schmerzen beitragen. Jurymitglieder waren Prof. Dr. M. Pfingsten (Göttingen), Dr. G. Fritsche (Essen), Prof. Dr. M. Hüppe (Lübeck) und Prof. Dr. H.C. Traue (Ulm). Sie entschieden sich für eine Auszeichnung der Publikationen von E. Schulz (München) und I. Vogel (Jena).

Herr Dipl.-Psych. Dr. Enrico Schulz (München) zeigt in einer grundlagenorientierten Arbeit die Möglichkeit der Bestimmung von Schmerzempfindlichkeit mittels EEG-Analysen. [Schulz E, Zherdin A, Tiemann L, Plant C, Ploner M (2011). Decoding an individual’s sensitivity to pain from the multivariate analysis of EEG data. Cerebral Cortex 22: 1118-1123].

Frau Dipl.-Psych. Isabell Vogel (PP, Jena) belegt mit einer anwendungsorientierten Arbeit die Wirksamkeit einer kurzen psychologischen Intervention auf postoperativen Schmerz 6 Wochen nach einer Operation an der Wirbelsäule. [Reichart R, Vogel I, Weiss T, Henning S, Walter J, Kalff R (2011). Short psychological intervention as a perioperative pain reduction treatment in spinal neurosurgery. Cen Eur Neurosur 72: 1-9 (Epub ahead of print)].

Der Preis honoriert wissenschaftliche Leistungen (Diplomarbeit, Dissertation oder Publikation als ErstautorIn) aus der Schmerzpsychotherapie oder der Grundlagenforschung, die wesentlich zum Verständnis psychologischer Schmerzmechanismen akuter und chronischer Schmerzen beitragen. 

Der Preis ist mit 1000 € und einer Einladung zur jeweils aktuellen Jahrestagung der DGPSF nach dotiert.


Posterpreis Preisträger
Abb.: Verleihung der Posterpreise

Erstmals bewerteten auf der DGPSF-Jahrestagung die Tagungsteilnehmer die vom wissenschaftlichen Nachwuchs eingereichten Poster. Die drei besten Poster wurden in Kurzbeiträgen vorgestellt und mit einem Preis versehen. Ausgezeichnet wurden die Arbeiten von

Dipl.-Psych. Ronja Majeed (Gießen): Schmerz und gesundheitsbezogene Lebensqualität nach Knie- und Hüftendoprothesenoperation

Julia Schmitz (Hamburg): Nozeboeffekte bei Schmerzpatienten – Wie beeinflussen negative Erfahrungen eine Behandlung?

Juliane Weddigen (Hamburg): Den Placeboeffekt sichtbar machen – Schmerzverhalten und Funktionskapazität nach Placebogabe bei chronischen Rückenschmerzpatienten.

Die DGPSF gratuliert dem Preisträger und den Preisträgerinnen und wünscht viel Erfolg für die weitere schmerzpsychologische Arbeit.

 

Die Jury bestand aus:

 

  • Prof. Dr. M. Pfingsten, Göttingen
  • Dr. GĂĽnther Fritsche, Essen
  • Prof. Dr. M. HĂĽppe, LĂĽbeck
  • Prof. Dr. H. C. Traue, Ulm